Ein Sommernachtstraum von Shakespeare in der Festhalle

Das Theaterspektakel zur Sommersonnwende mit der Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy 

Aufführungen Freitag, 19. bis Sonntag, 21. Juni 2026 in der Festhalle Rottenburg, Beginn jeweils 19:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr, Ende ca. 22 Uhr (inkl. 1 Pause) 

Eine Koproduktion von: Theater GOBELIN mit Amt für Bildung, Kultur und Sport Rottenburg, Junger Philharmonie Rottenburg mit der Musikschule Rottenburg und Eugen-Bolz-Gymnasium

Vorverkauf ab sofort bei der WTG Tourist Info (Marktplatz 24) in Rottenburg am Neckar:

Kategorie 1: Reihen 1-4 Parkett:    28.-/ 18.-*
Kategorie 2: Reihen 5-11 Parkett:  25.-/ 15.-*
Kategorie 3: Reihen 12-18 u. Empore: 22.-/ 12.-*
Freie Platzwahl innerhalb der Kategorie
*Ermäßigung mit Ausweis für Schüler/ Stud./ Schwerbeh. nach Vorlage eines Ausweises

Regie/ künstlerische Gesamtleitung und Projektmanagement: Janne Wagler   
Musikalische Leitung: Albert Geiger  
Mitwirkende:  - 17 Darsteller*innen aus Rottenburg und Umgebung (Alter zwischen 18 und 75/ teils seit vielen Jahren in Rottenburger Produktionen unter Regie von Janne Wagler dabei) - Oberstufenchor des EBG ca 23 Sänger*innen (Leitung: Pia Sartor)   - Orchester Junge Philharmonie Rottenburg
Kostüme: Beatrix Jaud-Grimm
Bühnenbild und technische Ausstattung: Theater GOBELIN 
Ausstellung im Rundling: Parallel zu den Aufführungen wird es im Rundling eine Ausstellung geben- Janne Wagler lud die Künstler von KuKa und Künstlerhof ein, sich bildnerisch mit ihrer Inszenierung und dem Thema zu befassen

 

Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare 
A Midsummer Night's Dream 

Erscheinungsjahr 1600 / Uraufführung 1598 

»Ein Sommernachtstraum« zählt zu den erfolgreichsten Werken des berühmten englischen Dichters William Shakespeare (1564-1616). Das mag daran liegen, dass das Drama eine märchenhafte Feenwelt mit Liebeschaos und Verwechslungen kombiniert, ohne an menschlicher Feinfühligkeit und Tiefe einzubüßen. 

Shakespeares Komödie entstand zwischen 1595 und 1596, etwa zur selben Zeit wie seine weltbekannte Tragödie »Romeo und Julia«. In beiden Werken werden die Liebenden mit Konflikten konfrontiert. Doch während Romeo und Julia ein tragisches Ende finden, wird ein solches im »Sommernachtstraum« glücklich abgewendet.

Ordnung und Chaos
Shakespeares Weltbild war stark von der elisabethanischen Epoche geprägt. In dieser kam Ordnung ein hoher Stellenwert zu. Man fürchtete »Confusion« und damit jegliche Form von Störungen der Harmonie. Daher lässt sich die Thematik auch in zahlreichen Werken aus dieser Zeit wiederfinden. 
In »Ein Sommernachtstraum« sorgen Streitigkeiten und Liebeswirren für Chaos. Hermia stellt sich gegen den Willen ihres Vaters; Der Elfenfürst Oberon befindet sich im Ehezwist mit seiner Frau Titania. Ihre Unstimmigkeiten manifestieren sich bereits in Hungersnöten, Seuchen und Naturkatastrophen. Die Liebe galt zu Shakespeares Zeiten als ein universelles Verbindungselement und Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf von Naturkreisläufen und menschlichem Miteinander. Diese Auffassung, die durch die Kirche vertreten wurde, entsprach einer göttlichen Ordnung, welche bei Streit aus den Fugen gerät und zum Chaos führt.

Schein und Wirklichkeit
Obwohl die Konflikte der Figuren bereits am Tage bestehen, erreichen sie in der Nacht ihren Höhepunkt. Die Grenzen zwischen Schein und Wirklichkeit verschwimmen. Nach dem Erwachen sind sich die Betroffenen nicht sicher, was geschehen ist. Das Erlebte fühlt sich wie ein Traum an. Die Nacht erhält dabei die Symbolik von Irrung und Illusion, denn das Licht, welches die Vernunft darstellt, fehlt. Laut mittelalterlichem Verständnis beinhaltet Schlaf die Gefahr von Verwirrung, da sich in diesem Zustand der Verstand von der Seele löse und so nicht mehr zu gebrauchen sei.

Ein erneuter Schlaf erlöst die Verzauberten von ihrem Bann und schenkt ihnen nach dem Erwachen wieder klare Sicht. Es erfolgt ein ständiger Wechsel zwischen Traum und Wirklichkeit, Schlaf und Wachzustand. Doch was von beiden ist Schein und was ist Sein?

»Ein Sommernachtstraum« wird so zum Spiel der Illusionen. 

Das Traum-Thema steckt bereits im Dramentitel und zielt auf die Mittsommernacht ab, ein Fest, das mit Bräuchen und bösen Geistern in Verbindung stand und die Menschen den Alltag für eine Nacht vergessen ließ.

Theater GOBELIN im Künstlerhof Rottenburg
Klausenstr. 25, 72108 Rottenburg
E-Mail: theatergobelin@gmail.com 
Tel.: 015738197994
www.theater-gobelin.de